Nach der Lieferung der allerersten Kleinlokomotiven, die man getrost als Prototypen bezeichnen kann, entschloß sich die DRG im Jahr 1931 dazu, eine weitere Kleinserie von Kleinloks der Lg II zu bestellen. Insgesamt wurden noch im selben Jahr 21 Loks an die DRG geliefert, die sich wiederum auf vier Hersteller verteilten.
Diese Loks der zweiten Serie unterschieden sich deutlich von den Prototypen und wiesen wesentliche Verbesserungen auf. Da die DRG bereits eine Reihe von Abmessungen verbindlich vorgegeben hatte, ähnelten sich die 1931 gebauten Fahrzeuge entsprechend in ihrem äußeren Aufbau. Nach Vorgaben der Hauptverwaltung der DRG wurden diese Loks mit einem weitgehend ausgebauten Führerhaus versehen. Das Führerhaus wurde zur Verbesserung der Übergangsmöglichkeit von einer Fahrzeugseite zur anderen an ein Fahrzeugende verlegt, der Rahmen gleichzeitig an dieser Seite tiefer ausgeschnitten. Vor dem Führerhaus blieb ein Trittbrett für mitfahrende Rangierer erhalten.
Kö 4021 - Kö 4025
Kb 4026 - Kb 4031
Kö 4032 - Kö 4036
- Deutz / 1931
- Orenstein & Koppel / 1931
- Jung / 1931
Die Wahl der Antriebsform war den Herstellerfirmen freigestellt, da es noch keine ausreichenden Erfahrungen gab, welche sich besser für den regelmäßigen Einsatz eignen würde. Die BMAG-Loks verfügten über einen Kettenantrieb, während die übrigen Hersteller einen Stangenantrieb wählten. Im Fall der von Deutz hergestellten Loks durchaus bemerkenswert, verfügten doch die von Deutz hergestellten Loks der Beschaffung 1930 über einen Kettenantrieb.
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Ebenfalls 1931 wurden drei weitere Kleinloks in den Bestand der DRG eingereiht. Bei Kb 4037 handelt es sich um einen bereits 1930 von Windhoff gebauten Schlepper vom Typ LV 110 II, der im Bezirk Münster erprobt wurde. Kb 4038 und 4039 gehörten zu einer ebenfalls 1930 gebauten Serie von 19 Breuer-Schleppern des Typs III und waren somit eigentlich keine Kleinlokomotiven. Warum zwei von ihnen dennoch als Kleinlok eingereiht wurden, ist heute nicht mehr bekannt. Die beiden Breuer-Schlepper wurden bereits 1935 wieder ausgemustert und als Geräte weiter verwendet.
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Die Loks der BMAG entsprachen weitgehend den 1931 beschafften Kb 4016 – 4020 mit Kettenantrieb. Auch die Loks von O&K entsprachen im Wesentlichen den bereits 1931 gelieferten Loks des Typs RL 6. Durch eine geänderte Anordnung von Motor und Getriebe war ein längerer Vorbau erforderlich. Der Vorbau musste vorne angeschrägt werden, um eine bessere Sicht auf die selbstätige Kupplung zu ermöglichen. Die O&K-Loks waren wieder mit Stangenantrieb versehen.
Kb 4045 - Kb 4049
Kö 4050 - Kö 4059
Kb 4060 - Kb 4064
- Orenstein & Koppel / 1932
- Krauss-Maffei / 1932
- Orenstein & Koppel / 1932
Die von Krauss-Maffei gelieferten Kleinloks - übrigens in dieser Tranche die einzigen mit Dieselmotoren - wurden auf eine Bestellung des Zentral-Maschinenamtes der Gruppenverwaltung Bayern geliefert. Die Loks verfügten über einen Stangenantrieb, bewährten sich im Betrieb jedoch nicht, sodass die Hauptverwaltung der DRG 1935 bereits auf Grund der zahlreichen bauartbedingten Beanstandungen feststellte, diesen Typ nicht weiter beschaffen zu wollen. Die Loks wurden bis 1937 ausgemustert, teilweise aber noch als Geräte weiter verwendet.
Nach diesen insgesamt 65 Prototypen und Vorserienloks begann dann ab 1933/1934 die Lieferung der Kleinloks der Leistungsgruppe II in einer Einheitsausführung. Dazu mehr im Kapital Einheitskleinloks.
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Einleitung







