Rangierschlepper Kdl
Kleinstdieselloks der DB (Kdl 15, Kdl 91-0006)
Die kleinsten Rangierlokomotiven der DB waren die Kdl, die "Kleinstdiesellokomotiven". Auf Betreiben des Diepholzer Herstellers Schöma wurden im Jahre 1953 Versuchseinsätze mit dem Prototyp Kdl 15 aufgenommen, der gleichzeitig das erste Normalspurfahrzeug dieses sonst eher auf Feldbahnloks u.ä. spezialisierten Herstellers war. Die Ergebnisse dieser Einsätze flossen in den Umbau ein, dem das Fahrzeug zum Jahrswechsel 1953/1954 unterzogen wurde.

Trotz einer erfolgreichen Versuchsphase wurden erst im Jahre 1956 zwei weitere Fahrzeuge bestellt. Anfang 1958 wurde dann mit 10 Fahrzeugen eine größere Bestellung ausgeführt, die aber gleichzeitig den Endpunkt dieser Entwicklung darstellte. Die Fahrzeuge wurden auf Grund ihrer Größe und Leistung vorrangig im Bw-Verschub eingesetzt. In diesem Einsatzbereich kam ihnen ihre extrem kurze Baulänge zu gunsten, da sie z. B. mit Dampfloks oder ETA / ESA noch auf 23 m-Drehscheiben passten.

Motorisiert waren die Kdl mit luftgekühlten Ein- bzw. Zweizylindermotoren von Deutz. Ihr mechanisches Getriebe erlaubte im Streckengang eine Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h – ohne Anhängelast, versteht sich!
Die Fahrzeuge wurden anfänglich als Geräte unter der Bezeichnung Kdl 01 geführt. 1968 änderte sich diese in Kdl 91. Anfang der 1970-er Jahre wurden die Rangierschlepper als Nebenfahrzeuge im Bereich 910000 eingeordnet. Die Loklisten sind, nach diesen Bezeichnungen sortiert, links in der Menüspalte abrufbereit.

Heute sind noch vier der ehemaligen DB-Fahrzeuge erhalten. Nach bisherigem Wissenstand wurden drei baugleiche bzw. ähnliche Fahrzeuge auch direkt an private Abnehmer geliefert. Diese werden in einer gesonderten Liste mit aufgeführt.

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