Nach der Beschaffung der ersten Kleinlokomotiven im Jahr 1930 wurde im Folgejahr erstmals die Leistungsgruppe I für die Kleinloks mit der geringsten Leistung festgelegt. Die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft ordnete hier zunächst Kleinloks mit einer Motorleistung bis einschließlich 39 PS ein. Nachfolgend werden die verschiedenen Entwicklungsstufen hin zur Einheitskleinlok der Lg I, von der es alleine drei Versionen gab, dargestellt.
Kb 0006 - Kb 0008
Kb 0009 - Kb 0012
Kö 0013 - Kö 0015
- O&K
- Windhoff Typ LV 80 III
- Gmeinder
Gegenüber den beiden 1930 von Ilsenburg gelieferten Kleinloks, die 1931 in Kö 0001 und Kö 0002 umgezeichnet wurden, wiesen die 1931 von verschiedenen Firmen gelieferten Kleinloks (0003 - 0015) bereits wesentliche Verbesserungen auf. Das breiter ausgeführte Führerhaus war nach hinten verlagert worden, Motor und Getriebe befanden sich in einem Vorbau. Die DRG war bestrebt, für die Lg I einen möglichst niedrigen Preis zu erreichen und wollte daher möglichst auf bereits bestehende Firmenbauarten der beteiligten Hersteller Gmeinder, Jung, O&K und Windhoff zurück greifen. Die Hersteller gingen ihrerseits jedoch davon aus, dass der Rangierdienst bei der Reichsbahn höhere Anforderungen an die Fahrzeuge stellen würde. Lediglich O&K lieferte einen bereits vorhandenen Typ an die DRG aus.
Die äußerliche Gestaltung war ebenso wie die technische Ausstattung bei den verschiedenen Typen unterschiedlich. Sämtliche Loks verfügten über einen Kettenantrieb, bei den O&K-Loks waren die Radsätze zudem über Stangen gekoppelt. Gmeinder und Jung bauten Dieselmotoren ein, O&K und Windhoff hingegen Vergasermotoren.
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Kö 0027
- Schmoschewer
1931 wurden zwei weitere Kleinloks der Hersteller Breuer und Smoschewer von der DRG übernommen und als Kb 0016 bzw. Kö 0027 den Lg I zugeordnet. Auf Grund der von den anderen Kleinloks der Leistungsgruppe I stark abweichenden Bauart wurde beide Loks bereits 1934/1935 wieder ausgemustert. Bildmaterial dieser Exoten liegt leider nicht vor.
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Im Jahr 1932 lieferte die Firma Jung weitere 10 Kleinloks der Lg I an die DRG aus (Kö 0017 - Kö 0026). Diese entsprachen weitgehend den Kö 0003 - 0005, waren jedoch mit einem verbesserten Getriebe und einem etwas veränderten Rahmen ausgestattet und trugen die Typenbezeichnung RL 133.
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1933/1934 wurden weitere Kleinloks der Leistungsgruppe I beschafft. Während es bei den Loks der Leistungsgruppe II zu dieser Zeit bereits Bestrebungen zur Vereinheitlichung der unterschiedlichen Ausführungen der Hersteller gab (Einheitskleinlok), war dies bei den Loks der Lg I noch nicht der Fall, wenngleich sich bereits eine deutliche gemeinsame Linie abzeichnete. So wurden alle Loks mit Dieselmotoren geliefert. Verbrennermotoren gab es bei diesen Lieferungen nicht mehr. Aus heutiger Sicht ist vor allem die Menge an Loks bemerkenswert, die seinerzeit beschafft wurde, ohne dass sich die DRG bereits auf eine endgültige Form der Kö I festgelegt hätte.
Kö 0035 - Kö 0041
Kö 0042 - Kö 0049
Kö 0050 - Kö 0064
Kö 0065 - Kö 0079
Kö 0081 - Kö 0092
Kö 0093 - Kö 0104
- Windhoff Typ LN 25 II
- Jung Typ ZR 105
- Gmeinder
- Windhoff Typ LN 25 II
- Windhoff Typ LN 25 IV
- Gmeinder
Zuerst bestellte die DRG am 16.01.1933 7 Loks (Kö 0028 - Kö 0034) bei der Firma Gmeinder, die bereits im Mai 1933 geliefert wurden. Im gleichen Jahr folgten je 7 Loks der Hersteller Windhoff (Kö 0035 - 0041) und Jung (Kö 0042 - 0048). Die von Jung vorab gelieferte Kö 0049 diente als Versuchlok mit einem Außenrahmen, die anderen Loks verfügten wieder über einen Innenrahmen, ein größeres Führerhaus und schmalere Hauben als der Sonderling.
Die am 20.09.1933 bei Gmeinder bestellten Kleinloks (Kö 0050 - 0064) waren identisch zu den Vorgängern.
Erst im August 1934 wurde mit der Kö 0080 von Gmeinder eine erste Vorauslokomotive einer nach den Vorgaben der DRG vereinheitlichten Kleinlok der Lg I ausgeliefert, lange nachdem die Serienproduktion der Einheitsloks bei der Leistungsgruppe II bereits angelaufen war. Die frühe Auslieferung einer ersten Einheitslok verwundert etwas, da u.a. Gmeinder anschließend noch mehrere nicht-standardisierte Kö I (Kö 0093 - Kö 0104) auslieferte.
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